Was ist Zucht - Bearded Collies vom Worblinger Hard

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Was ist Zucht

Definition:
"Als Zucht wird in der Biologie die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung bezeichnet. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und unerwünschte Eigenschaften durch entsprechende Zuchtauslese zum Verschwinden gebracht werden." (Quelle)

Hier wird deutlich welchen Stellenwert die Genetik in der Hundezucht einnimmt.
Natürlich sehen wir unsere Hunde nicht nur als eine Ansammlung von Genen aber es ist nunmal ein wichtiges und sehr interessantes Feld, und man sollte sich als Züchter ausgiebig damit befassen.


Es gibt 2 Zuchtverfahren in der Tierzucht: die Selektionszucht und die Kreuzungszucht, wobei die Kreuzungszucht nochmals unterteilt wird in nicht terminale Kreuzung und terminale Kreuzung.
In der terminalen Kreuzung werden verschiedene Rassen gekreuzt und mit den Nachkommen wird nicht weiter gezüchtet, es bleibt also immer bei der F1 Generation. Bei Hunden sind das die sogenannten Designer Dogs wie Golden Doodle etc.
Für die Rassehundezucht kommen also nur nicht terminale Kreuzungen in Frage wenn mit den Nachkommen weiter gezüchtet werden soll. Mittel der Wahl ist hier die Veredelungskreuzung, genauer die Heterosiskreuzung weil sie am besten dazu geeignet ist, die genetische Varianz zu erhöhen und dabei die typischen Eigenschaften der Rasse zu erhalten.
Hier werden Vatertiere einer anderen Population zur Zucht verwendet.
Beim Bearded Collie bieten sich hier Working Beardies aus England bzw. Schottland an. Der Vater unseres D-Wurfes, A'Brambledale Black Bob - Wolfie, stammt aus einer solchen Verpaarung und zwar in 2. Generation.
Natürlich sind die Nachkommen nicht von so einheitlichem Typ wie Nachkommen aus einer Selektionszucht-Verpaarung. Das ist völlig normal und nicht verwunderlich, wenn auch faszinierend.
So sieht Lenny eher seinem Großvater (Working Beardie) ähnlich, Elias seinem Vater, einige haben von beiden Eltern etwas. usw.
Die Selektionszucht wird dann verwendet wenn ein oder mehrere bestimmte Merkmale gefestig werden sollen. Welpen aus diesen Würfen werden sich in diesen Merkmalen immer ähnlicher aber auch rezessive unerwünschte Eigenschaften treten irgendwann zutage. Eine große Gefahr ist hier die Inzuchtdepression und der damit zusammenhängende Vitalitätsverlust, verminderte Intelligenz, Erkrankungen (Autoimmunkrankheiten) etc.

Vernünftig eingesetzt haben beide Verfahren ihre Berechtigung.

Quellen
Rassehundezucht von Irene Sommerfeld-Stur
Hundezucht von Dr. Helga Eichelberg (Hrsg.)
copyright@A.Gaubatz
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü